Kommentare erwünscht

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5 Gedanken zu „Kommentare erwünscht“

  1. Vielen Dank für dieses Blog-Angebot. Dann freue ich mich auf die Diskussion. Es ist jedenfalls mal ein guter Ansatz nicht direkt Lösungen zu skizzieren, sondern zunächst einmal den Konsens zu erarbeiten und zu belegen, dass “unser Wirtschaftssystem” dramatisch vom Weg abgekommen ist oder vielleicht auch direkt ein falscher Weg war.

  2. Als ich diese Seite sah, Ihre Thematik las, fand ich sie passend zu diesen Zeiten. Aber ich fand sie vor 40 Jahren auch schon passend. In anderen Zeiten.

    Und als ich mich als Diskussionsteilnehmer in Stellung bringen wollte, merkte ich: Eigentlich ist doch schon alles gesagt und geschrieben, geändert hat sich immer etwas, aber nichts systemrelevantes. Und die Alternativen – drüben bei den Kommunisten – habe ich auch verfolgt, aber wirklich überzeugend war das auch alles nicht. Sonst hätte man ja rübergemacht.

    Wenn ich denke und fühle, dass der Preis für ein T-Shirt bei KIK von € 1,99 sehr niedrig ist, sind doch meine Reaktionsmöglichkeiten , die eine Änderung bewirken sollen, nicht eindeutig: Mein Kaufboykott sorgt vielleicht bei den Näherinnen für Arbeitslosigkeit. Das kann’s ja nicht sein.
    Würde ich das Doppelte zahlen, wer kriegt das Geld dann? Vielleicht – gewollt oder ungewollt – der Speditionsfahrer in Deutschland, unterwegs auf einer deutschen Autobahn und in einem prekären Arbeitsverhältnis? Der hätte das Geld eigentlich auch verdient. So richtig auf dem Plan hatte ich ihn aber ursprünglich nicht. Vielleicht steckt sich der Herr KIK das zusätzliche Geld sogar selber ein. Man weiß es nicht.

    Meine eigene Perspektive ist nicht so sehr das viele oder wenige Geld, dass man hat oder auch nicht hat. Mehr die Ökologie. Aller guten Dinge sind drei. Und so dekliniere ich dieses Thema bei Flugreisen, beim Individualverkehr und beim Energieverbrauch meiner Wohnung. Das hat auch was mit Nachhaltigkeit zu tun. Und ist ein Lebensthema. Aber so richtig komme ich da auch nicht weiter.

    Neulich beobachtete ich eine Mutti im Supermarkt, die ihre Mandarinen unverpackt und frei rollend auf die Waage legte. Ich sah Hinweise, dass sie diese Möglichkeit gerade entdeckt hatte und sie war mit sich im Reinen. Alles war ökologisch korrekt. Draussen wurde dann alles in ihr Auto geladen. Für sie war vielleicht immer noch alles okay, ich war doch enttäuscht.

    Wie soll es also weitergehen? Ich weiß es nicht. Aber man kann ja mal drüber reden.

  3. Tatsächlich ist es so, dass der Alltag im “real-existierenden Sozialismus” sehr weit entfernt war von der Utopie einer Gesellschaft, in der sich jeder nach seinen Fähigkeiten einbringen und nach seinen Bedürfnissen leben kann, so wie Marx sie beschrieben hat. Etwas mehr dazu steht in der Wikipedia beispielsweise in einem Artikel über das sozialistische Leistungsprinzip. Anders als Marx, Engels und andere das Mitte des 19. Jahrhunderts vorhergesehen haben, wurde der Kapitalismus dagegen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts so weiterentwickelt, dass er sich wesentlich menschenfreundlicher präsentierte als 100 Jahre zuvor. In Deutschland wird dafür der Begriff der sozialen Marktwirtschaft verwendet.
    Dauerhaft nachhaltig ist das System aber immer noch nicht, wie sich immer deutlicher zeigt.

  4. Ich teile die Meinung, dass die Regeln, nach denen wir wirtschaften, auf Dauer nicht tragfähig sind. Umso wichtiger sind konkrete Alternativen hierzu. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass es eine Fülle von konkreten Projekten gibt, die vorleben, wie man anders wirtschaften kann. Das fängt im Kleinen an mit Umsonstläden oder Tauschringen, geht weiter über größere Ansätze wie Genossenschaften, kollektive Betriebe bis hin zu wirtschaftlichen Entwürfen wie z.B. Felbers Gemeinwohl-Ökonomie.

    Neben der sehr berechtigten Kritik an unserem Wirtschaftssystem sollte man die zahlreichen und sehr verschiedenen gelebten und theoretisch diskutierten Alternativen nicht aus dem Blick verlieren und auch hier diskutieren.

    Bianca Lißner

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